Eine gute Trainingsbasis besteht für mich aus mehreren Elementen:


Die wichtigste und stabilste Basis bei der Arbeit mit dem Pferd ist eine klar strukturierte, energische und zugleich liebevolle Führung.

Der Kern meiner Trainingsansätze liegt darin, dem Menschen zunächst einmal zu erklären, wie gute Führung gemeint ist und weshalb sie für den Umgang mit Pferden von so essentieller Bedeutung ist.

Gute Führung, was bedeutet das?
Es bedeutet klar zu sein; ein geistiges Bild vor Augen zu haben; Situationen richtig einzuschätzen; Grenzen zu schaffen; Respekt zu erwarten und zu zollen;

Gehorsam zu realisieren; Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen; Schutz und Vertrauen zu gewähren, eine harmonische Freundschaft aufzubauen.Führung kann erlernt und erarbeitet werden. Es ist die Mühe wert, denn die Belohnung ist eine gute, respektvolle und von tiefem Vertrauen gefestigte Beziehung zum Pferd – Tag für Tag.

Das Gute ist, in diesem Lernprozess öffnen sich immer wieder neue Türen zu einem neuen Miteinander und einer guten Freundschaft und selbst die schwersten Herausforderungen und Lektionen werden dann mit Leichtigkeit bewältigt.

Zusätzlich eröffnet das Erlernen guter Führung auch ganz eigene persönliche Entwicklungsmöglichkeiten im privaten sowie beruflichen Umfeld.

 

 


Voraussetzung für ein gegenseitiges Verständnis ist eine gute Kommunikation. Zum Einen ist es wichtig, die Grundlagen der Gestik und Mimik des Pferdes zu kennen. Zum Anderen besteht die Ausbildung eines Pferdes auf dem Erlernen pferdegerechter Körpersprache, die dazu dient, das gemeinsame Miteinander harmonisch zu gestalten.

Im Training werden diese Kommunikationsgrundlagen eingehend theoretisch und praktisch erarbeitet.

 

Der dritte Basispfeiler meiner Arbeit ist die Motivation.

Das lateinische ‘motivare’ bedeutet übersetzt „von innen heraus bewegen“. Es ist mein Ziel, dass sich das Pferd und der Mensch „von innen heraus bewegen“, also dass sie etwas wollen, aber nicht müssen.

Und deshalb ist der innere Antrieb wichtig, etwas lernen zu wollen. Diese Antriebskräfte sind essentiell! Ein Pferd wird keine Lektionen mit Eleganz und Leichtigkeit ausführen, wenn es nicht will!

Motivation ist eine emotionale Qualität, sie hängt von der persönlichen Einstellung ab. Wer seine Aufgaben mit Hingabe, Interesse und Begeisterung angeht, hat das richtige Maß an Motivation.

Und das gilt übrigens für alle: den Ausbilder, den Schüler und das Pferd.

Es ist also nicht nur wichtig, den Menschen im Umgang mit dem Pferd zu motivieren, sondern auch das Training so zu gestalten, dass das Pferd Freude daran hat und motiviert ist.

Pferde sollen sich beim Training einbringen, aktiv mitmachen und sich für „ihren Menschen“ anstrengen, weil sie gefallen wollen und Lob bekommen möchten.

Weitere wichtige Grundvoraussetzungen ergeben sich aus einer guten Basisarbeit. Es wird eine stabile Vertrauensbasis geschaffen, der „Leitmensch“ übernimmt Verantwortung und trifft Entscheidungen und daraus entwickelt sich ein stress- & angstfreier Umgang in jeglicher Situation – sei es am Boden oder auf dem Pferd, zu Hause, im Gelände, beim Transport oder auf Veranstaltungen.